Der DAX konnte eine Konsolidierung lange hinauszögern. Doch am Montag erwischte es auch den deutschen Leitindex. Aufgrund der aktuellen Gemengelage ist eine Jahresendrally etwas unwahrscheinlicher geworden.

DAX kurzfristig – Stand: 03.12.2019

Der DAX zeigte sich in der zurückliegenden Woche zunächst noch von der freundlichen Seite, konnte das am 19. November bei 13.374 Punkten erreichte Jahreshoch aber trotz freundlichem Marktumfeld nicht mehr erreichen. Das war bereits ein erster Fingerzeig, dass dem DAX die Puste ausgegangenen sein könnte. Der RSI (nicht abgebildet signalisierte bereits seit längerem eine überkaufte Marktphase. Zudem lieferte der MACD vor einigen Tagen bereits ein neues Verkaufssignal. Am Montag kam dann der große Absturz – vom Tageshoch bei 13.338 Punkten gab der DAX zwischenzeitlich um mehr als 380 Punkte nach. Der Unterstützungsbereich bei 13.204/13.170 Punkten wurde deutlich unterschritten. Bei 12.955 Punkten erreichte der DAX sogar ein frisches 5-Wochen-Tief. Am heutigen Dienstag hat sich der DAX zumindest die 13.000er-Marke und den 38-Tage-Durchschnitt bei aktuell 13.013 Punkten zurückgeholt.

LONG-SZENARIO
Aktuell ist der DAX noch um Schadensbegrenzung bemüht. Mit freundlichen Konjunkturdaten und keinen weiteren Hiobsbotschaften in Sachen Handelsstreitigkeiten könnte der DAX durchaus wieder bis an den nun als Widerstand fungierenden Bereich bei 13.170/13.204 Punkten heranlaufen. Das Jahreshoch bei 13.374 Punkten erscheint angesichts der aktuellen Gemengelage in dieser Woche jedoch schwer erreichbar zu sein.

SHORT-SZENARIO
Am Montag wurde deutlich, wie schnell es in einem überkauften Markt abwärts gehen kann. Der 38-Tage-Durchschnitt bei aktuell 13.013 Punkten spendete dem DAX zunächst Halt. Sollte er jedoch erneut unterschritten werden, droht ein Rücksetzer auf das Zwischenhoch vom Juli 2018 bei 12.887 Punkten. Selbst ein Rückgang auf das jüngste Ausbruchsniveau bei 12.656 Punkten erscheint aktuell nicht unmöglich. Das übergeordnete Chartbild würde sich aber erst gravierender trüben, sollte auch das Ausbruchsniveau unterschritten werden.

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