Im Gleichklang mit seinen Konkurrenten konnte auch Twitter seine Werbeeinnahmen kräftig steigern. Eine positive Überraschung gab es vom Finanzamt.

Stand: 30.07.2019

Seinen Siegeszug trat der Kommunikationsdienst 2010 mit der Einführung einer App für Smartphones und Tabletts an. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer erhöhte sich dadurch stetig von 30 Millionen im ersten Quartal 2010 auf 304 Millionen im ersten Quartal 2015. Diese hohe Zahl bewegte US-Präsident Donald Trump zur Nutzung von Twitter in seinem Wahlkampf im Jahr 2016. Das führte zu einem weiteren Bekanntheitsanstieg. Die Zahl der Twitter-Nutzer stieg auf rund 330 Millionen, wobei sich das Wachstumsrate in den Vorjahren merklich abschwächte.

Stand: 26.07.2019

Die Zahl der Nutzer ist eine Sache. Die andere Sache ist, damit Umsatz und Umsatzwachstum zu generieren. Im vergangenen Quartal zeigte sich erneut, dass dies möglich ist. Genau wie Facebook und Alphabet steigerte auch Twitter seine Werbeeinnahmen kräftig. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal 2019 im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 841 Millionen US-Dollar. Davon kamen 727 Millionen US-Dollar aus dem Werbegeschäft. Die Werbeeinahmen stiegen damit um 27 Prozent.

Doch die Analysten sind vorsichtig. Nur 12 von 40 geben eine Kaufempfehlung. 23 Analysten stufen die Aktie als haltenswert ein. Sie stört, dass trotz des Umsatzanstiegs das Quartalsergebnis vor Zinsen und Steuern bei 76 Millionen US-Dollar und damit um vier Millionen US-Dollar unter dem Vorjahreswert lag. Nur einer Steuergutschrift von 1,12 Milliarden Dollar verdankte das Unternehmen den Quartalsgewinn von 1,1 Milliarden US-Dollar. Die Investoren zeigten sich dagegen von den Quartalszahlen begeistert.
Wer davon ausgeht, dass Twitter seine Umsätze weiter steigert und seine operative Gewinnmarge erhöht, kann mit Turbo Calls mögliche Kursgewinne der Aktie hebeln. Doch die Aktie ist sehr volatil. Investoren sollten daher einen Turbo Call mit einem etwas niedrigeren Hebel wählen und das Hebelpapier im Blick behalten. Passende Turbo Puts fehlen aktuell.

Charttechnisch sieht die Twitter-Aktie durchaus vielversprechend aus. Am vergangenen Freitag sprang sie über das April-Hoch bei 40,92 US-Dollar und kletterte im Anschluss bei 42,33 Dollar auf ein neues Jahreshoch. Am gestrigen Montag setzte der Wert seinen Höhenflug zwar nicht fort, konnte sich jedoch oberhalb des Ausbruchsniveaus behaupten, womit das Kaufsignal unter dem Strich bestätigt wurde. Bis zum Allzeithoch vom Juni 2018 bei 47,79 Dollar stellt sich nun kein weiteres Hindernis mehr in den Weg. Auf der Unterseite dürfte der seit Dezember etablierte Aufwärtstrend im Fokus stehen, der aktuell bei etwa 35,65 Dollar verläuft. Bei einem Unterschreiten würde sich das Chartbild zwar erheblich trüben, doch wartet mit dem 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell in etwa auf Höhe des Unterstützungsbereichs bei 34,04/33,82 Dollar verläuft, ein weiterer überaus wichtiger Support.

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