Im Handelsstreit zwischen den USA und China haben sich die Fronten erheblich verhärtet, weshalb der DAX den Rückwärtsgang einlegte. Aktuell zeichnet sich eine leichte Erholung ab.

Der DAX ist in den vergangenen Tagen kräftig unter die Räder geraten, nachdem sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China erheblich verschärfte. Allein am Freitag und Montag verlor der deutsche Leitindex in Summe 595 Punkte oder 4,85 Prozent an Wert. Dabei wurde nicht nur der seit Dezember etablierte Aufwärtstrend bei etwa 12.150 Punkten nach unten verlassen, sondern auch der Unterstützungsbereich bei 12.121/12.104 Punkten unterschritten. Und auch das

DAX kurzfristig – Stand: 06.08.2019

September-Tief bei 11.865 Punkten konnte dem DAX keinen Halt bieten. Erst am Verbund aus 200-Tage-Durchschnitt bei 11.641 Punkten und Juni-Tief bei 11.621 Punkten traf der DAX wieder auf Kaufinteresse – im Tief ging es bis auf 11.629 Punkten abwärts.

LONG-SZENARIO
Knapp oberhalb des Juni-Tiefs bei 11.621 Punkten konnte sich der DAX stabilisieren und wieder leicht zulegen. Die 200-Tage-Linie wurde zwar kurzzeitig unterschritten, konnte letztlich jedoch verteidigt werden. Da der RSI eine leicht überverkaufte Marktphase signalisiert, stehen die Chancen für eine Erholungsbewegung recht gut. Sollte das September-Tief bei 11.865 Punkten zurückerobert werden, könnte die 12.000-Punkte-Marke wieder angesteuert werden, ehe der nun als Widerstand fungierende Bereich bei 12.104/12.121 Punkten in den Fokus rückt.

SHORT-SZENARIO
Das Chartbild würde sich erheblich trüben, sollte der Verbund aus 200-Tage-Linie und Juni-Tief bei 11.621 Punkten nicht halten. Eine weitere Unterstützung taucht in Form des 50er-Fibonacci-Retracements bei 11.465 Punkten auf – hier hätte der DAX exakt 50 Prozent seiner seit Dezember etablierten Aufwärtsbewegung korrigiert. Sollte der DAX jedoch auch hier keinen Halt finden, droht ein Rücksetzer auf das März-Tief bei 11.300 Punkten.

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